"Negative Thinking" beschreibt eine Werkserie von Ölgemälden aus dem Zeitraum 2018-2019. Grundlage bildet ein Spiel aus Realismus und Digitalität. Zum Zeitpunkt der Entstehung wurde die Schnittstelle zwischen traditioneller Ölmalerei und Digitaler Installation stark kritisiert.

Aus intimer Distanz wurden analoge Fotos geschossen, deren Negative in die Ölmalerei übersetzt wurden. Ein künstlerischer Anspruch bestand in der Wertschätzung von zwischenmenschlicher Nähe. In der Installation findet sich eine bittere Ironie. Eine realistische Farbwelt lässt sich nur durch einen Negativfiltern betrachten. "Das richtige Bild" wird durch einen Filter wahrgenommen. Dieses Werk fragt in welcher Form digitale Medien Vorstellungen, Erwartungen und Selbstverständlichkeit von Intimität erweitern und verändern.

2018

Negative Thinking